Bei einem Braillefont ist vor allem auf die richtige Punktschriftgröße zu achten; und auf einen vollständigen Zeichensatz. Bei den meisten Fonts, die frei erhältlich sind, wurde das oft vernachlässigt. Dies bringt dann nicht nur Schwierigkeiten beim Schriftsetzen mit sich, sondern auch beim Lesen. FontShop bietet die Braille DIN an, diese entspricht den DIN-Anforderungen 32980.

Kognitive Karten sind mentalen Erfahrungsmuster. Sie entstehen durch die Verknüpfung von Sinneseindrücken mit schon gelernten Informationen eines konkreten Ortes. Signaletik trägt zur Entwicklung dieser mentalen Repräsentationen eines Ortes bei und unterstützt die Bildung der mentalen Karten.

Im Gegensatz zu physischen Plänen sind diese Informationen nicht statisch, sondern werden durch Erfahrung stets verbessert und erweitert.
Elemente, die die Bildung von mentalen Karten fördern sind folgende:

• Pfade (paths) – Wege, Straßenzüge, Trampelpfade, Gehsteige
• Randbereiche (edges) – Mauern, Küstenlinien, Flußufer
• Bezirke (districs) – Viertel oder Stadtteile, die durch ihre besonderen Eigenarten voneinander abgrenzbar sind
• Knotenpunkte (nodes) – Orte mit besonderer urbaner Dichte, Orte die sich durch besondere Eigentümlichkeit auszeichnen
• Landmarken (landmarks) – Kirchtürme, besondere Gebäude bzw. Eigenheiten der Topographie

Mit der Verdichtung an Information, die durch die bewusste und unbewusste Aufnahme passiert, werden die mentalen Repräsentationen immer präziser und in ihrer Verwendung selbstverständlicher. Umgekehrt nehmen der Detailgrad und die Informationsdichte über die Zeit hinweg ab, weil einzelne Dinge vergessen werden. Wenn kognitive Karten nicht durch die konstante Benutzung aktuell gehalten werden, verlieren sie auf Dauer ihre Präzision und ihren Nutzen.

 

Ortsschilder kennzeichen Zielorte

Wegweiser leiten zu den verschiedenen Zielen

Warn- und Hinweistafeln warnen vor Risiken

Gebots- und Verbotstafeln zeigen auf was erlaubt und was nicht gestattet ist

Bedienungshinweise informieren über die Nutzung und Benutzung eines Ortes oder Gebäudes

Informationstafeln informieren über die Bedeutung und die Umgebung eines Ortes oder Gebäudes

Zeichenorientierte Systeme funktionieren unabhängig von Sprache oder Terminologie und benötigen weniger Platz als schriftorientierte Systeme. Ihr Nachteil ist, dass Zeichen oder Symbole, neben der allgemein bekannten Piktogramme vorher erst erlernt werden müssen.

Schriftorientierte Systeme werden überall dort benötigt, wo zeichenorientierte Systeme Informationen komplexe Inhalte nur unvollständig vermitteln können.