Kognitive Karten sind mentalen Erfahrungsmuster. Sie entstehen durch die Verknüpfung von Sinneseindrücken mit schon gelernten Informationen eines konkreten Ortes. Signaletik trägt zur Entwicklung dieser mentalen Repräsentationen eines Ortes bei und unterstützt die Bildung der mentalen Karten.

Im Gegensatz zu physischen Plänen sind diese Informationen nicht statisch, sondern werden durch Erfahrung stets verbessert und erweitert.
Elemente, die die Bildung von mentalen Karten fördern sind folgende:

• Pfade (paths) – Wege, Straßenzüge, Trampelpfade, Gehsteige
• Randbereiche (edges) – Mauern, Küstenlinien, Flußufer
• Bezirke (districs) – Viertel oder Stadtteile, die durch ihre besonderen Eigenarten voneinander abgrenzbar sind
• Knotenpunkte (nodes) – Orte mit besonderer urbaner Dichte, Orte die sich durch besondere Eigentümlichkeit auszeichnen
• Landmarken (landmarks) – Kirchtürme, besondere Gebäude bzw. Eigenheiten der Topographie

Mit der Verdichtung an Information, die durch die bewusste und unbewusste Aufnahme passiert, werden die mentalen Repräsentationen immer präziser und in ihrer Verwendung selbstverständlicher. Umgekehrt nehmen der Detailgrad und die Informationsdichte über die Zeit hinweg ab, weil einzelne Dinge vergessen werden. Wenn kognitive Karten nicht durch die konstante Benutzung aktuell gehalten werden, verlieren sie auf Dauer ihre Präzision und ihren Nutzen.